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Am 30. und 31. Oktober 2025 durften wir erneut Dirk Höllerhage vom Blauen Kreuz für zwei Tage Suchtpräventionsarbeit an unserer Schule begrüßen. In diesem Jahr konnten vier Klassen am Workshop teilnehmen. Wie bereits in den vergangenen Jahren standen neben Wissensvermittlung und spielerischen Elementen (z.B. Rauschbrillen) viele authentische Einblicke und ehrliche Gespräche im Mittelpunkt – Eindrücke, die Schülerinnen und Schüler besonders nachhaltig erreichen.

Am ersten Workshoptag wurde Dirk von einer selbstbetroffenen, seit einigen Monaten trockenen Alkoholikerin begleitet. Offen und eindrucksvoll berichtete sie von ihrem persönlichen Weg in die Abhängigkeit, den Herausforderungen im Alltag und den Kraftquellen, die ihr den Weg aus der Sucht ermöglichten. Ihre Lebensgeschichte zeigte eindrucksvoll, wie der Einstieg in eine Sucht verlaufen kann und wie wertvoll Hilfe ist.

Am zweiten Tag war wieder der HipHop-Künstler Danny Ray dabei, den viele unter seinem Künstlernamen „Just1ce“ von YouTube, Instagram oder Musikplattformen wie Spotify kennen. Auch er teilte seine persönliche Geschichte der Sucht, die ihn viele Jahre geprägt hat – mit Rückschlägen, schwierigen Lebensphasen und verlorenen Chancen. Gleichzeitig zeigte er, wie ein konsequenter Weg aus der Abhängigkeit neue Perspektiven eröffnen kann. Durch sein Durchhaltevermögen nahm auch die musikalische Karriere wieder Fahrt auf und demnächst steht sogar die Erstveröffentlichung eines neuen Songs an. Seine musikalischen Beiträge kamen wie schon im vergangenen Jahr besonders gut an und gaben dem Workshop eine emotionale, motivierende Dynamik.

Inhaltlich standen erneut die Prävention von Alkohol- und Cannabiskonsum im Mittelpunkt. Anhand anschaulicher Beispiele wurden Suchtmechanismen erklärt: Während seltener Konsum oft noch unproblematisch erscheint, steigt das Risiko mit wachsender Regelmäßigkeit, steigender Dosis und fehlenden Alternativen. Die klare Botschaft lautete: Die beste Prävention ist, gar nicht erst mit dem Konsum zu beginnen.

Wir danken allen Beteiligten herzlich für ihr Engagement. Die Mischung aus fachlichen Informationen, persönlichen Geschichten und musikalischen Impulsen sorgte für zwei intensive, bewegende und lehrreiche Tage für unsere Schülerinnen und Schüler.

Das Präventionsprojekt wurde – wie in den Vorjahren – unterstützt durch Herrn Trautner vom Gesundheitsamt des Landkreises Neustadt a.d. Aisch – Bad Windsheim über das HaLT-Projekt (Hart am Limit) gefördert. Die Organisation und Koordination erfolgten über die Schulleiterin Christina Müller sowie die Jugendsozialarbeiterin Ingrid Griebel.